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gegen den zeitgeist
Veröffentlicht: 19.09.2026

Die europäische Kultur verkommt in Windeseile

Heute kommt vieles zusammen. Ein Tag, der uns daran zweifeln lässt, ob die europäische Kultur noch zu retten ist. Ich weiß, man sollte vorsichtig mit solchen pauschalierenden Aussagen umgehen, aber ich komme nicht umhin, es mit aller Deutlichkeit Walserauszusprechen: Die europäische Kultur verkommt in Windeseile. Und nicht nur das, sie bildet sich zurück, hinein in einen längst überwunden geglaubten, mittelalterlich-vorrationalen Zustand, in dem der Mensch instinktgetrieben war und nicht seinem Verstand folgte. Wo früher Vernunft und Aufklärung herrschten, regieren heute irrationaler Religions-Voodoo und mittelalterlicher Gotteswahn. Der weibliche Körper ist wieder das Böse. Deshalb muss er verhüllt werden. Und anstelle des kritischen Diskurses breiten sich religiöse Verkündigungspraktiken aus, die auf einer Glaubenswahrheit fußen, die im Frühmittelalter oder noch früher niedergeschrieben wurde. Die Menschheit wendet sich vom Fortschritt ab und regrediert. Der Blick ist nicht mehr gespannt und interessiert nach vorne gerichtet. In Betrachtung werden immer mehr die düsteren, verschwommenen und nebulösen Texte primitiver alter Hirten- und kriegerischer Reitervölker genommen. Dass eine solche Hinwendung zum Wirklichkeitsfremden, ja zur Wirklichkeitsnegation, zu Orientierungsproblemen führt, ist nicht verwunderlich. Wer den Blick von der Welt abwendet, wird sich schwer in ihr zurechtfinden. Er wird mehr stolpern und fallen als er geradewegs gehen wird.       

Die muslimische Übermigration hat den erkalteten Antisemitismus der Inländer wieder heiß werden lassen 

Was mich am meisten beunruhigt, ist die massive Rückkehr des Antisemitismus. Begonnen hat alles mit der Übermigration aus dem arabischen Raum. Die Muslime haben unseren erkalteten Antisemitismus wieder heiß werden lassen. Der muslimische Israelhass und der Antisemit sind offenbar zu Rollenmodellen für die europäischen Linken geworden und zu Idealtypen für die zu wenig in den Schulen gegen den Antisemitismus immunisierten Kleinbürger. Die Schulen sind von der woken Linken in Besitz genommen worden. Und der Begriff "woke" ist ein Synonym für eine antisemitische Grundhaltung. Auf den CSDs dieser Welt wird die Fahne der palästinensischen Israelfeinde geschwungen. Wie konnte man sich je von linken antiisraelischen Lehrern erwarten, dass sie einen Beitrag zur Neutralisierung des nur schwer auszurottenden Gifts des Antisemitismus leisten würden? Und so ist es dazu gekommen, dass heute in fast allen Gesellschaftsschichten ein Grundkonsens darüber besteht, dass Israel, ein Staat von der Größe Niederösterreichs, als das gefährliche Zentrum des Bösen im Nahen Osten und in der ganzen Welt gilt. 

Hetze gegen Israel

Die Antisemiten verschleiern sich als Israelkritiker

Der Antisemitismus kommt nicht mit offenem Visier daher. Er verschleiert sich als "Israelkritik" und als "antifaschistisches Handeln" gegen die demokratisch gewählte Regierung Netanyahu. In keinem der israelfeindlichen Länder rund um Israel gibt es demokratische Verhältnisse. Dennoch hetzt man gegen den einzigen demokratischen Verfassungsstaat des Nahen Ostens. Das BSW plakatiert gerade in Berlin den Slogan "Israelkritik ist nicht antisemitisch". Ein durchsichtiges Manöver einer Partei, die davon lebt, der antisemitischen Konkurrenzpartei "Die Linke" die Wähler abzuknöpfen. In der Linkspartei und in Teilen der SPD in Berlin regiert der Antisemitismus unverhohlen. Der rote Bezirksbürgermeister von Berlin-Neukölln hat davor gewarnt, bei den kommenden Kommunalwahlen die SPD zu wählen. Sie sei von Arabern unterwandert und von einer aggressiven antisemitischen Grundhaltung geprägt. Der "rechte" Netanjahu und die Bombardierung GAZAS werden tatsächlich nur moralisch empört vorgeschoben, um für den offenen Israelhass Legitimation zu erzeugen. 

Wie schon in der Nazizeit – die Juden sind an ihrem Schicksal selber schuld

Die unterschiedliche Gewichtung des 7. Oktobers 2023 und der darauf folgenden Vergeltung der israelischen Armee spricht Bände. Für die politische Linke ist der Angriff der Hamas auf Israel und die Ermordung von 1.200 Frauen, Kindern und Männern eine verständliche emotionale Aufwallung, die durch die jahrelange Unterdrückung der Palästinenser durch den westlichen Imperialismus ausgelöst wurde. Die Hamas musste ja irgendwann einmal die Contenance verlieren, so die irren links-woken Freunde der Terrororganisation, und durchdrehen und morden. 

Auch am Massenmord vom 11. September 2001 trägt der Westen die alleinige SchuldTrottel

In ganz ähnlicher Form wird gerade der Massenmord vom 11. September 2001 umgedeutet. Der Angriff auf die Twin Towers wird zu einer legitimen Reaktion auf den antimuslimischen Imperialismus der USA und des Westens umgeframt. Politiker wie der New Yorker Bürgermeister Mamdani, aber auch linksliberale Medien in Deutschland, wie die Süddeutsche Zeitung oder "Die Zeit", bedienen gerade mehr oder weniger subtil dieses Legitimationskonstrukt. Ein deutliches Symbol: Ocasio-Cortez und Mamdani lachen schallend bei der Gedenkveranstaltung. Eine aggressive Symbolhandlung gegen die Opfer des terroristischen Massakers war der gemeinsame Lach-Flash – vor den laufenden Kameras der Weltmedien – von Mamdani und Alexandria Ocasio-Cortez bei der offiziellen Gedenkveranstaltung für die 3.000 unschuldigen Opfer des arabisch-muslimischen Terroranschlages. Den weißen "antimuslimischen Rassisten" wurde damit mit großer Eindringlichkeit vom islamistischen Legalismus verdeutlicht, dass die Opfer des islamistischen Terrors bedeutungs- und wertlos sind angesichts des Jahrhunderte währenden Leidens der BiPoC-Community, das von der "weißen Bestie" verursacht wurde.

Der Hass auf den Westen und die österreichische Debatte über das Kopftuchverbot für Kinder