Auf Friedrich Schlegel, den deutschen Romantiker, geht der Satz zurück: „Paradox ist alles, was zugleich gut und groß ist.“ Was will der Mann uns damit sagen? Ganz einfach. Je größer etwas wird, desto mehr degeneriert es oder „was im Kleinen gut beginnt, wird im Monströsen zur Bestie des Bösen“. Oft haben wir in der Geschichte gesehen, dass alles das, was riesenhaft wird, am Ende dekadent und böse wird und schlussendlich auch seinen Gegenkräften unterliegt. In diesem Wochenrückblick geht es um die dekadente Größe, die sich aufbläst, sich allmächtig glaubt, die Menschen verachtet und am Ende an ihre Grenzen stößt und vergeht.
Da wäre zum Beispiel die Stadt Wien, das rote Wien. Jahrzehntelang hat dieser Moloch die Menschen manipuliert und beherrscht. Niemand schien dem Monstrum gewachsen zu sein. Aber jetzt beginnt der Moloch zu wackeln. Die Menschen haben auch in der österreichischen Hauptstadt, nach der UdSSR und der DDR, genug vom realen Wiener Sozialismus. Die Umfragewerte der SPÖ sind schlecht und nun scheint auch der Bürgermeister ans Ende seiner politischen Tage zu kommen. Kippt Wien? Das ist die Frage, die wir uns heute stellen.
Wien ist ganz vorne bei der österreichischen Einbürgerungslawine. Im ersten halben Jahr 2026 sind die Einbürgerungen gegenüber dem Vorjahr um ein Fünftel gestiegen. Ich habe mir genauer angeschaut, wer die Leute sind, denen da die Staatsbürgerschaft nachgeworfen wird.
Und auch die SPÖ hat es erwischt. Der nun von einem Leninisten geführte rote Moloch verliert Wähler und Mitglieder. Die Arbeiterschaft, einst die wichtigste soziale Basis der Roten, ist längst bei der FPÖ gelandet und fühlt sich dort pudelwohl. Der nächste überkommene Moloch im Lande ist der ORF. Er ist zu 100 Prozent von der Parteipolitik abhängig. Der neue Generaldirektor Clemens Pig wurde von den ÖVP-Granden Stocker, Marchetti und Mattle zum Führer des Milliardenbetriebes bestimmt, bevor der Stiftungsrat überhaupt seinen Namen kannte. Der Stiftungsrat wäre das demokratische Organ, das ihn hätte wählen sollen. Tatsächlich ist der Stiftungsrat ein Ensemble von Handpuppen der degenerierten Sozialpartnerschaft, eines Geheimbundes von Roten und Schwarzen, der im Hintergrund bestimmt, was in Österreich abläuft.
Und zuletzt noch ein kleiner Beitrag zum pädagogischen Dilettantismus im Ressort der Wiener Neos-Vizebürgermeisterin. Vor zwei Wochen ist sie noch dadurch hervorgetreten, dass sie eine Teufelsfigur auf Jugendlichen losgelassen hat. Der Mann hat Hörner am Schädel angeschraubt und ein Pentagramm auf die Stirn tätowiert. Er ist dazu da, Systemsprenger in die Normalität einzuführen – für hunderttausende Euro im Jahr. Aber die Farce geht weiter. Jetzt schickt der Staat schwer gestörte jugendliche Straftäter auf wohlfeile Auslandstrips. Zuletzt urlaubte ein Intensivtäter sechs Monate auf Madeira – Kostenpunkt 30.000 Euro. In Wien ist man offensichtlich total verrückt geworden. Der Teufel geht um in der Jugendarbeit und die Schwererziehbaren lassen sich auf Madeira die Sonne auf den Bauch scheinen. Für unser Steuergeld ist den Weltrettern offenbar nichts zu teuer.
Ist Wien noch eine österreichische Stadt?
Es gibt viele Worte, die in unserem Land bereits verboten sind. Zum Beispiel darf man nicht mehr Systemparteien oder Remigration sagen. Man ist dann ein Extremist und wird dem sozialen Tod überantwortet, d.h. man verliert Job, Bankkonto oder vielleicht steht im Morgengrauen die Polizei vor der Tür. In Österreich und Deutschland wird das Leben immer unerträglicher, seit die Political Correctness jede Abweichung von ihr zum Straftatbestand macht. Also seien Sie vorsichtig. Wenn Sie die bürgerliche Familie verteidigen und Ihre Kinder mehr lieben als die unbegleiteten Flüchtlinge mit Vollbart, dann sind Sie zumindest ein heterodoxer Extremist, also einer, der bei Corona, der Migrationspolitik und beim Feminismus nicht auf Linie ist. Im Mittelalter hat die christliche Orthodoxie die Heterodoxen noch am Scheiterhaufen verbrannt, heute wird man nur zum Outcast gemacht, indem man das Etikett „rechts“ aufgedrückt bekommt.