Direkt zum Inhalt
gegen den zeitgeist
Veröffentlicht: 17.04.2026

Die Bilderberger, ein elitärer Geheimklub trifft sich in Washington D.C.

Dabei sind auch zwei Gäste aus Österreich. Die Bilderberger sind der elitäre Club der superreichen und mächtigen Eliten. In der Vergangenheit waren es aus Österreich vor allem Sozialdemokraten, die dem Treffen dieser internationalen Beutegemeinschaft zuströmten. So führten dort Bruno Kreisky, Heinz Fischer, Werner Faymann, Franz Vranitzky, Alfred Gusenbauer und Pamela Rendi-Wagner, die „genialen“ Welterklärer ihrer Zeit, das große Wort. In guter alter Tradition wandten sie den einfachen Menschen, aus deren Mitte sie gekommen waren, den Rücken zu und dienten sich den superreichen und supermächtigen Bilderbergern an. Gründe dafür waren wohl das Netzwerken zum eigenen Vorteil und der Drang, ein Mitglied der besseren Gesellschaft zu sein. Macht und Luxus sollten ab nun ihr Leben bestimmen und nicht die drückende Enge einer kleinbürgerlichen Gemeindebauwohnung. 

Wir kennen ein solches Verhalten auch aus klassenanalytischen Schriften der Soziologie. Didier Eribon beschreibt in seinem Buch „Rückkehr nach Reims“ das Arbeitermilieu und die typischen Attitüden der Aufsteiger, die aus ihm kommen. Angehörigen der Arbeiterschicht, denen der soziale Aufstieg gelungen war, wollten mit ihrer Herkunftsschicht nichts mehr zu tun haben und vor allem nicht öffentlich mit ihren Angehörigen gesehen werden. Die Aufsteiger werden ständig von der Angst verfolgt, ihr mühsam errungenes Upper-Class-Image könnte aufgrund der unpassenden Gesellschaft leiden. Vielen ekelte es geradezu vor der Kultur der kleinen Leute. Und dieser Ekel war ihnen anzusehen. Das dürfte einer der Gründe dafür sein, dass sich die Arbeiter von SPÖ und Gewerkschaften abgewendet haben und heute überwiegend bei der FPÖ angedockt haben. Sie verloren das Vertrauen zu einer „Arbeiterelite“, die sich dafür genierte, im Gemeindebau groß geworden zu sein. 

Die Bilderberger sind tatsächlich eine nicht unproblematische Gruppe. Geht man die Teilnehmer ihren Konferenzen seit ihrer Gründung in den 1950er Jahren durch, findet man zuhauf seltsame Figuren, von denen viele sogar Kriminelle waren. Zum Beispiel den französischen Sozialisten Dominique Strauss-Kahn, der durch die sogenannte „Carlton Affäre“ auffällig wurde. Er hat in dieser New Yorker Nobelherberge ein Zimmermädchen sexuell genötigt und danach versucht, zum Flughafen zu flüchten, um mit dem nächsten Flugzeug zurück nach Frankreich zu fliegen. Er konnte sich der Gerichtsbarkeit der USA aber nicht entziehen, wurde eingefangen, erkennungsdienstlich behandelt, einvernommen. Seine politische Karriere war danach beendet. Ein anderer, Klaus Zumwinkel, ein deutscher Post-Manager, wurde wegen Steuerhinterziehung zu zwei Jahren Gefängnis auf Bewährung verurteilt und musste eine Million Euro an den Staat als Schadensausgleich überweisen. Oder Christine Lagarde, jetzt EZB-Chefin. Sie wurde wegen des fahrlässigen Umgangs mit Steuergeldern verurteilt. Ihre Karriere wurde dadurch aber überhaupt nicht tangiert. 

Unter Bilderbergern findet man auch den einen oder andern Adeligen. So war Prinz Bernhard der Niederlande mit im Beute-Club dabei. Wie es sich für einen Bilderberger gehört, ist er im Rahmen des Lockheed-Skandals wegen Bestechung verurteilt worden. Und sie werden es nicht glauben, auch René Benko war Gast bei den hohen Damen und Herren. Heute sitzt er im Gefängnis und wird dort auch noch längere Zeit aufhältig sein. Bei einem von Benkos Freunden, Alfred Gusenbauer, wurde gestern eine Razzia durchgeführt. Die Behörden scheinen zu vermuten, dass der Ex-Kanzler Honorare kassiert hat, für die keine entsprechenden Leistungen erbracht wurden. In den Anfängen der Bilderberger-Bewegung war auch Hermann Josef Abs im elitären Club zu Gast. Abs wurde als schwer belasteter Nazi gleich nach dem Zweiten Weltkrieg verhaftet. Unter anderem war er während des dritten Reiches Aufsichtsrat der IG Farben. Die IG-Farben stellte Kampfgas her und war auch an der Firma, die das Vernichtungsgas Zyklon B produziert hat, beteiligt. Trotzdem dies allgemein bekannt war, durfte Abs bei den Bilderbergern dabei sein.